Marokko – ein Fest der Sinne und der Sonne

Einen Monat touren wir nun schon durch Marokko, meist mit einem oder zwei Busfreaks (Busfreaks Forum ), 2‘000km Teer, Piste, Schotter, Sand und Steine. Zum ersten Mal erfahren wir am eigenen Leib, warum es Spass macht, im Bus zu leben, und nicht in einer Weissware (Weissware / Joghurtbecher), warum es Leute gibt, die auf ihr 4×4 nicht verzichten wollen, die ab und zu auch mal „spielen“ gehen wollen. Vorher war das irgendwie alles noch ziemliche Theorie für uns…

WP_20160201_18_13_56_ausschnittEuropa war deswegen nicht schlecht, besonders Frankreich und Spanien haben uns trotz Unkenrufe sehr gut gefallen. Portugal war eher nicht unser persönlicher Favorit – warum, können wir gar nicht so genau sagen, wahrscheinlich würde uns Portugal Inland besser gefallen, doch die Jahreszeit und die Temperaturen hielten uns an der Küste fest, nur ein paar km landeinwärts war es meist deutlich kälter und auch nasser. Und an der Küste, naja, ganz nett, von Lidl zu Lidl halt, wie fast alle, günstig einkaufen, möglichst gratis stehen, klar gefällt das nicht allen Einheimischen.

Marokko war vom ersten Moment an ein Fest der Sinne. Das Licht in Afrika ist wirklich anders. Damit geht es schon mal los. Und dann die Sonne, besonders in Morgen- und Sonnenuntergangsstunden zaubert diese unglaubliche Stimmungen auf bizarre Landschaften. Die Menschen sind angenehm, „humilde“ würde man in Südamerika sagen, gastfreundlich, haben immer ein Lächeln parat und 1‘000 Facetten. Das Essen ist sogar für uns, die wir schon durch so viele Länder gereist sind, abwechslungsreich, überraschend, lecker, gesund, frisch und immer wieder spannend. Ein Gang über die Märkte ist ein Fest für die Augen und auch für die Nase.

Der Glaube ist Teil des Alltags. Im Gegensatz zu anderen von uns bereisten Ländern sind das Gebet, die Gebetsstätten und die Gläubigen nicht aufdringlich oder gar bedrohlich, sondern Alltag, im Souk von Marrakesch wird gebetet und verkauft, alles zur gleichen Zeit, der Autofahrer hält schnell an und betet am Strassengraben, bei der grossen Hassan II Moschee in Casablanca lässt man die grossen Tore auch schon mal ein bisschen länger offen stehen, damit die Touristen einen Blick erhaschen können.

K800_WP_20160222_11_29_07_blogUnd dann die Arganbäume! Das sind mit die schönsten Bäume, welche die Natur erschaffen hat! Sie werden sogar als Tertiärrelikt angesehen und sollen schon seit 80 Millionen Jahren in Marokko wachsen. Paola hat bis heute mindestens 1‘527 Bilder nur von Arganbäumen gesammelt 😉 ungefähr doppelt soviel aussortiert und gelöscht… Formen und Lichtspiele in diesen Kreaturen sind unbeschreiblich.
Arganbaum Wikipedia

WP_20160215_17_28_12_ProMit den Busfreaks Ultra (Philipp, Christie und Atlas) und Busthor (Thorsten und Sylvia) haben wir tolle Tage und angenehme Nächte verbracht, so manche Leckerei kosten dürfen und wertvolle Bustips bekommen und in Gemeinschaft steht es sich einfach besser so irgendwo in der Pampa. Gilbert alias Sandblech haben wir leider nur kurz getroffen doch wir hoffen unbedingt auf ein Wiedersehen. Im Gegensatz zu den unzähligen Joghurtbechern, die hier auf den Nationalstrassen herumfahren und praktisch immer auf Campingplätzen stehen, können wir mit unseren Bussen wenigstens ein bisschen „spielen gehen“, d.h. auf schlechten Nebenstrecken fahren, auf Schotter und Sand, auf engeren Strassen und wir dürfen auch eher mal wild stehen, wo Weissware weggeschickt würde oder gar nicht hinfahren könnte.

Busfreaks Marokko Teil 1 – youtube Teil 1
Busfreaks Marokko Teil 2 – youtube Teil 2
Busfreaks Marokko Teil 3 – youtube Teil 3

K800_WP_20160222_16_45_57_blogJa, und was ist jetzt negativ an Marokko? Keine Ahnung, irgendeinem Pressefritzen wird dazu schon was einfallen… Ach nein, mir fällt doch etwas ein. Auf manchen Campingplätzen findet man Ansammlungen von Leuten, die zwanghaft nackig oder braun sein müssen, meist noch älter als wir… Bei 10-15 Grad und Wind laufen die dann in Spaghetti Tops, Shorts oder gar oben ohne (mit hängendem Bierbauch) rum – also, nicht sehr hübsch anzusehen und ich spreche nicht von Marokkanern…

 

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Über grenzenlos2001

Igel & Paola, Rambo & Caramba auf dem Bike, Trike und im Bus um die Welt
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