Thaifood und die ersten thailändischen Vokabeln

A love affair…

Radeln und Essen – zwei unzertrennbare Leidenschaften. Abseits touristischer Orte lernt man sehr schnell die ersten thailändischen Vokabeln, nämlich aus der Kategorie „Essen & Trinken“, oder man isst jeden Tag das selbe – gebratener Reis. Das ist immer das erste, was einem „farang“, dem weissen Ausländer, angeboten wird.
Es wird Zeit, Euch ein bisschen den Mund wässrig zu machen. So sehr wir auch unter der Hitze gelitten haben (und immer noch leiden), desto mehr haben wir auch die täglichen Belohnungen in Form der Mahlzeiten genossen! Hier ein paar Infos zu unseren Favoriten:

Khao Pad Gai / Mu – gebratener Reis mit Huhn (Gai) oder Schwein (Mu)

… Mu = Schwein, und nicht die Kuh… 😉 Ein „every-day-favorite“ – das kann und wird man oft oder sogar täglich essen. Ausgezeichnetes Radleressen, wird nicht scharf serviert, und kann mit „prik nam pla“ gewürzt werden. Das ist Fischsauce und Limettensaft mit Chilie Scheibchen und Knoblauch. Achtung: prik nam pla hat einen hohen Suchtfaktor…

Pad Krapao Gai / Mu – Gehacktes (Huhn / Schwein) mit Chilies und Basilikum

Ein bisschen Grundschärfe hat das Pad Krapao also schon von den Chilies. Wir wurden meistens gefragt, ob wir das „pet?“ haben wollen: scharf. Jetzt kann man entweder freudig nicken, oder heftig den Kopf schütteln oder „nit noi“ antworten, welches „ein bisschen“ bedeutet. Das Gehackte wird scharf in Knoblauch und Chilies gebraten, weitere Zutaten sind Austernsauce, Sojasauce und zum Schluss natürlich Basilikum. Für dieses Gericht wird jedoch der heilige Basilikum verwendet, nicht der thai- oder „sweet basil“, welcher meistens in Curries oder Suppen verwendet wird. Der heilige Basilikum erkennt man an den kleineren, länglichen Blättern und den lila Stengeln.
http://en.wikipedia.org/wiki/Thai_basil
Das ganze wird über Reis serviert und auf Wunsch kommt noch ein knusprig gebratenes Spiegelei (kai dao) dazu.
http://www.eatingthaifood.com/2014/01/thai-basil-chicken-recipe-pad-kra-pao-gai/

Pad Thai Gai / Mu / Kung – gebratene Nudeln mit Huhn oder Schwein oder Shrimps

Auch hier gilt: hoher Suchtfaktor. Pad Thai gibt es in x Variationen, jeder hat sein „Geheimrezept“ und für Radler sind das die „Spaghetti Südostasiens“. Geht immer, schmeckt immer, bekommt immer. Hauptzutaten sind Reisnudeln, Knoblauch, Frühlingszwiebeln Sojasprossen, Zucker, Pfeffer, Fischsauce. Je nach Koch kommen noch viele andere Dinge hinzu wie getrocknete Minishrimps, Tofu, zerstossene Erdnüsse, Fleisch, Ei, Tamarindenpaste, und der Rest ist dann eben geheim. Serviert wird das mit Frühlingszwiebelstangen, Chiliepulver und Erdnüsse meist separat und noch mehr Sojasprossen oder rohe Langbohnen zum dazu essen.
http://www.thaitable.com/thai/recipe/pad-thai

Nudelsuppe

Das beste, wenn man viel geschwitzt hat und dann noch ohne grossem Völlegefühl weiter radeln möchte! Auch hier, viele Variationen, viele Geheimrezepte. In Mae Sai waren wir im Noodle Mae Sai Restaurant und dort mixt die Köchin neben den üblichen Nudeln (zur Auswahl stehen: dünne Reisnudeln, flache Reisnudeln, Eiernudeln, Reis Vermicelli oder Glasnudeln…), dem Sud/Bouillon und dem gewünschten Fleisch auch noch Kräuter und Gewürze, Shrimps, Nüsse und vieles mehr aus über 30 Schälchen in die Suppe! Das Fleisch (selten Fisch) kann gekochtes Fleisch sein oder in Bällchenform oder gegrillte, knusprige Schweinehaut oder geronnenes Blut (wir dachten immer, das sei Leber… aber den Hundis schmeckt das vorzüglich) usw. Die typische Nudelsuppe bekommt man immer ohne Schärfe und auf dem Tisch stehen dann Chiliepulver oder -paste, Fischsauce und ähnliches je nach Laune und Bedarf zum aufheizen parat.

Andere Suppen

Tom Yum, der Klassiker. Eine klare, scharfe und meist saure Suppe, auf Wunsch mit Huhn oder Shrimps. Viele Zutaten der Suppe dienen nur dem Geschmack und werden (wie in Deutschland die Lorbeerblätter oder Nelken im Sauerbraten) nicht mitgegessen, z.B. Lemongras, Galgantscheibchen, Zitronenblätter. Aehnliche Zutaten, aber etwas milder und mit Kokosmilch abgerundet ist die Tom Kha Gai, die mit Huhn und Pilzen zubereitet wird.

Curries und Khao Soi

Mit Curries (Kaeng) liegt man nie verkehrt. Aber zumindest ein bisschen scharf sollte man essen können. Unsere Favoriten: Rotes Curry oder kaeng panaeng (angenehm scharf), Grünes Curry (kaeng khiao wan, scharf) und Massaman Curry (mild, meist mit Rind „nyiuae“ und Kartoffeln, dick mit Kokosmilch). Khao Soi besteht aus Eiernudeln, gedünstet und knusprig in einer gelben Currysauce, gewürzt mit einer Unzahl Sachen wie Pickles/sauer Eingelegtes, gebratenen Chilies, Kokosmilch und Schalotten.

Salate: Som Tam Thai, Laab (oder Larb)

Papaya Salat (som tam thai) wird aus grünen Papayas gemacht. Alle weiteren Zutaten wie Chilies, Erdnüsse, Palmzucker, getrocknete Minishrimps, Limonensaft, Cocktailtomaten und die in Streifen geschnittene Papaya werden in einem grossen Tonmörser zermanscht. Hier sollte man vorsichtig sein, wenn man nach „pet?“ gefragt wird. „Nit noi“ reicht in den meisten Fällen völlig aus. Zum Papayasalat auf der Strasse isst man gerne Sticky Rice (Khao Niao) und kleine Spiesschen mit Huhn oder Schweinefleisch.
Laab ist eine Spezialität aus dem Nordosten Thailands. Das ist ein warm servierter Salat aus Gehacktem (Huhn oder Schwein), Schalotten oder Zwiebeln, Limettensaft, Fischsauce, natürlich Chilies (die dürfen ja nicht fehlen…), grob gerösteter Reis und frischer Minze.

Desserts

Oh ja, auch zu diesem Thema gäbe es unendlich viel über hübsche bunte Dinge zu berichten. Wir beschränken uns hier mal auf ein paar wenige Beispiele. Wir lieben frische Mango mit Klebereis (Khao niao mamuang) und  Kokospudding in kleinen Schälchen (Khanom khrok), http://en.wikipedia.org/wiki/Khanom_khrok
Und jetzt, in der heissen Jahreszeit, darf natürlich der tägliche Eiskaffee (gaffee nam kaeng) nicht fehlen.

Möchte man der Köchin oder dem Koch eine Freude machen, dann sagt man „ahaan aroi“ = Essen lecker 😀 und die Rechnung bestellt man mit „check bin“. Möchte man z.B. ein Pad Thai bestellen, dann sagt man „mi Pad Thai?“ = Gibt es Pad Thai? „mai mi“ heisst = nein, gibt es nicht, „mi“ heisst somit: yep, gibt’s…
Und schon ist man der grosse Star, schau mal, „farang phuut thai“ = der Weisse dort spricht Thai… 😉 🙂

Was, der Mund ist noch nicht wässrig? Hier gibt es eine „kleine“ Auswahl weiterer Thai Gerichte.
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Thai_dishes

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Über grenzenlos2001

Igel & Paola, Rambo & Caramba auf dem Bike, Trike und im Bus um die Welt
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2 Antworten zu Thaifood und die ersten thailändischen Vokabeln

  1. Fredi Wongkhamphra schreibt:

    Der Vollständigkeit halber zur Nudelsuppe: Vieler Orten reicht schon noodle sup. Wenn man dann aber fragend angeschaut wird hilft schnell ein „gaui tiau“.

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