Europa 12-13

Deutschland 2012
April-September 2012
Baden Wuerttemberg, Bayern, Sachsen, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg Vorpommern, Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen, Hessen, Rheinland Pfalz, Baden Wuerttemberg

21.04.2012
Sheriff und Martin holen uns vom Flughafen in Frankfurt ab nach Harpolingen.
Wir verbringen viel Zeit mit der Familie & Freunden 🙂 , Ausruestungspflege und dem Warten auf eine Sendung 😦

22.06.2012 – Start der Europa Tour 2012
Allgaeu, Bayerische Alpen: Bodensee-Koensigssee Radweg: Immenstadt, Fuessen, Oberammergau, Bad Toelz, Tegernsee, Schliersee, Bernau am Chiemsee, Teisendorf, Freilassing

Nach Radfahren in Indien ist Radfahren in Deutschland ein einziger Traum! Wenn man denn die Taschen voller Geld haette…

Zwei Wochen lang warteten wir auf unser neues, gesponsortes Regen- und Sonnenverdeck bis wir uns eingestehen mussten, dass das Paeckchen von Frankreich nach Deutschland abhanden gekommen ist. Da wir am Steintrike Sommerfest am 30.06. in Gaenserndorf bei Wien teilnehmen wollten, mussten wir uns nach dieser Einsicht spurten, um das Fest nicht zu verpassen. Igels Vater, Sheriff, erklaerte sich bereit, uns ein Stueck gen Osten zu fahren. Am 22.06. starteten wir im VW Bus von Harpolingen nach Immenstadt im Allgaeu, wo dann unsere Radreise beginnen konnte. Noch nach der 4-stuendigen Busfahrt Dank Bodensee-Staus radelten wir am ersten Tag bis zum Gruentensee. Wir fanden keinen Platz zum wild zelten, also fragten wir beim Campingplatz http://www.camping-gruentensee.de nach einem Rabatt, denn nach offizieller Preisliste haetten wir ca. 30 Euros fuer eine Nacht bezahlen sollen. Die griechische Eigentuemerin Julia erklaerte sich spontan bereit, uns gratis zelten zu lassen! Wir versprachen im Gegenzug, spaeter im Viertelfinale der EM 2012 fuer Griechenland zu schreien… Die Deutschen gewannen jedoch dann so ueberzeugend, dass unsere Schreie nicht wirklich eingefordert wurden… Vielen Dank Julia und der Restaurant-Crew fuer den gelungenen Abend und die Gratis Uebernachtung. Am besten fanden wir die Showeinlage des jungen Mannes mit seinem T-Shirt „sorry, I’m Greek“ beim 1:1…

Radeln im Allgaeu und in den Bayerischen Alpen ist anstrengend da gut huegelig, aber auch wunderschoen! Wir entschieden uns dieses Jahr fuer den „Bodensee-Koenigssee Radweg“. Wir genossen die uebergruenen Weiden und Waelder, herrlich sauberen Baeche und Seen. Rambo und Caramba liebten die ruhigen, menschenarmen Wege und Waelder und legten jeden Tag mind. 25-30km zurueck – die beste Abspeckkur nach 2 Monaten „all-inclusive Urlaub“ bei Oma und Opa…
Zwischen Bad Toelz und dem Schliersee bereuten wir zum ersten Mal, dass wir nicht auf unser Regentop gewartet hatten, es regnete fast den ganzen Tag – nach nur einer halben Stunde leichtem Dauerregen waren unsere frisch impraegnierten Regenklamotten total durchgeweicht. Zum Glueck hatten wir immer noch Temperaturen um die 20 Grad, so trugen wir es mit Fassung. Ein aelterer Herr guckte aus dem Fenster: „nit grod s beste Wetter zum radeln… sagens mol, sind sie eigentlich behindert?“ „jo, a bisserl scho, wenn mir bei dem Wetter radeln…“
Am Schliersee, http://www.camping-lido.de, bekamen wir vom Eigentuemer Thomas auch einen kleinen Rabatt, besten Dank. Bei einem so limitierten Budget in einem so teuren Land freuen wir uns ueber jede Unterstuetzung.
Den Bodensee-Koenigssee Radweg verliessen wir bei Freilassing in Richtung Salzburg, Oesterreich. Schoen war’s in Bayern…

27.07.2012
Wir kommen zurueck nach Deutschland aus Tschechien auf dem tollen Elberadweg. Kurz vor Dresden bleiben wir bei vielen Weizenbier haengen bei Uwe und Silvia im http://www.heidenauer-imbiss.de Dort durften wir auch gleich unser Zelt aufstellen und noch ein paar Bier mehr trinken…
Sven & Doro, 2 Radler, welche uns in Kolumbien besucht hatten, vermittelten uns eine tolle Huette fuer 3 Tage mit „Rundum-Service“ bei Sabine und Eric in Radebeul bei Dresden, dem perfekten Ort fuer Radler zwischen Dresden und Meissen zum naechtigen. http://www.feworeich.de/ Vielen Dank Ihr vier, wir haben uns super wohl gefuehlt bei Euch!!

Dresden – Bad Liebenwerda – Petkus – Berlin
Ueber Meissen bis Nuenchritz fahren wir noch auf dem schoenen Elberadweg, dann verlassen wir diesen in Richtung Berlin. Auf der Strecke bis Berlin vermissen wir die guten alten „Tante Emma Laeden“ – nix zum einkaufen, keine Gaststaetten (Huuunger, Duuuuuurst!!), alles spielt sich nur noch in groesseren Orten ab, schade. Und ein wenig Regen begleitet uns bis Berlin.

Auf Berlin haben wir uns schon lange gefreut. Zum einen kannten wir die „neue“ Hauptstadt noch nicht, wichtiger aber, weil wir dort einen Radler-Freund besuchen wollten, den wir 2004 in Peru kennen gelernt haben und mit welchem wir bis heute schoenen eMail Kontakt erhalten haben. In Weissensee waren wir dann einige Tage bei Matthias, http://www.kaphengst.org
und wir lernten endlich „Jo Train Travel“, eine langjaehrige „nur eMail Bekanntschaft“, persoenlich kennen. http://www.einsteigen-weltreise.de/
Vor dem Brandenburger Tor stahlen wir dem Berliner Baeren die Show, das war ein Spass!

Berlin – Mildenberg – Jabel – Guestrow – Heiligendamm – Wismar – Travemuende – Luebeck – Hamburg – Bremen – Nienburg – Porta Westfalica – Hannoversch Muenden –
Folgende Radler-freundliche Campingplaetze haben uns einen Rabatt gewaehrt:
http://www.camping-bei-berlin.de
http://www.campingpark-rerik.de/
http://www.camping-weserbergland.de/
http://www.fahrrad-kanu-touren-weser.de/
Wir folgen dem Radweg „Berlin-Kopenhagen“ (u.a. entlang der Havel) bis Rostock. Und auf dieser Strecke wird uns zum ersten Mal seit 2001 mehrmals (!!) Trink-/Leitungswasser verwehrt! Was uns in ueber 40 Laendern dieser Welt bisher noch nie passiert ist, muss uns mehrmals in Deutschland passieren. „Noe, Leitungswasser koennt Ihr nicht haben, sonst koennten wir ja kein Mineralwasser mehr verkaufen…“

In Brandenburg hatten wir tolle Radwege und sehr schoene (wilde) Zeltplaetze. In Mecklenburg-Vorpommern haben die Leute sehr schnell gelernt, wie Kapitalismus funktioniert. Eintritt zum Strand (sorry, das nennt sich dort „Kurtaxe“) 2 Euro pro Tag, Achtung, es wird kontrolliert! Ein einziger Zeltplatz gewaehrte uns Rabatt, bei allen anderen erhielten wir sofort eine kaltschnaeuzige Abfuhr, zum Teil (z.B. in Kuehlungsborn) wollte man uns 38 Euros (das sind ja fast 76 Mark!!!) fuer eine Nacht im eigenen Zelt, 2 Personen, 2 Hunde, abkassieren! Sorry Leute, aber auch Ihr habt schoene Waelder zum wild zelten…
In Wismar hatten wir wieder einmal kurz etwas Regen, ansonsten hatten wir meistens Glueck mit dem ansonsten „schlechten Sommer 2012“.

Kaum angekommen in den „alten“ Bundeslaendern hatten wir kaputte Radwege und Strassen, vielleicht sollte man dort hin (z.B. nach Schleswig Holstein und Niedersachsen) auch mal ein bisschen was vom Soli hinschicken. In Luebeck kehrte fuer uns der Sommer 2012 noch einmal mit voller Kraft zurueck, Sahara Winde waren dafuer verantwortlich. Die tolle Altstadt besichtigten wir in aller Ruhe an einem Sonntag. Auch hier, wie an allen anderen Touri-Attraktionen in Deutschland, waren wir mit unseren Hunden, Trikes und den Veltop Sonnen-/Regendaechern die eigentliche Hauptattraktion. Weiter ging es fuer uns am Luebeck-Elbe Kanal und dann nach Hamburg. Auch hier stand wieder ein Besuch an. Marc hatten wir 2003 in Guatemala kennen gelernt und jetzt durften wir die Gastfreundschaft seiner Eltern Evi und Heinzi geniessen. Rambo und Caramba waren in bester Gesellschaft (Evi hat 4 Hunde, u.a. 2 Latinas aus Guatemala) und wir wurden lecker verpflegt und in Hamburg rumgefuehrt – vielen Dank Ihr Lieben!! So konnte Paola ihre „alte Heimat“ neu kennen lernen.

Durch den alten Elbtunnel fahren wir weiter in den Sueden durch die Harburger Berge. Und wer glaubt, dass es auf unserer Reise immer friedlich zu geht, hat sich getaeuscht. Ein kleiner Ausschnitt aus unserem Tagebuch: „Das GPS schickt uns wieder in der Scheisse rum. In Harburg kaempfen wir mit dem Stadtwald, hier rein, doch nicht, wieder raus, dort rein, anhalten, anders rum, weiter, ganz durch bergauf auf matschiger, wurzeliger Strecke und oben will Igel dann umdrehen und wieder fast die gleiche Richtung zurueck. Es kommt zum riesen Streit auf einer Wohnstrasse, hoffentlich hat uns keiner gefilmt. Du spinnst doch, schmeiss das Ding weg, ich schmeiss das Ding jetzt weg, fahr Du doch voraus, mecker nicht immer, mach doch die Augen auf und so weiter und so fort. Die Anwohner haben sicher ihren Spass an uns. Nach viel zicki zacki und allen Bergen, die Harburg zu bieten hat, schaffen wir es doch noch, dieses zu verlassen.“

Auf dem HH-HB Radweg fuhren wir nach Bremen. Niedersachsen ist schoen ruhig, hat nette Fachwerkhaeuser und falls man mal Menschen sieht, sind diese auch sehr nett. Bei der Anfahrt auf Bremen erschrecken wir erst einmal: schon wieder ein (gigantisches) Minarett? In Dresden dachten wir schon, der Hippel haette uns aus Versehen wieder nach Indien navigiert (http://grenzenlos.ath.cx/gallery/Deutschland_2012/P1300515). Aber nein, dieses Mal handelte es sich um den http://de.wikipedia.org/wiki/Fallturm_Bremen. Sachen gibt’s…
In Bremen stossen wir aus Versehen auf die Mood Tour 2012 von http://www.sebastian-burger.de/bicycle und fahren ein Stueck mit dem Konvoi durch Bremen mit. Anschliessend gehts dann aber natuerlich zu den Bremer Stadtmusikanten, wo wir wieder mal fuer Aufruhr sorgen.

Ab Bremen radelten wir den Weser Radweg gen Sueden. Was uns dort (aber auch im Rest von Nord Deutschland) sehr befremdlich auffiel, waren die vielen (Dauer-) Campingplaetze und Wohnmobilstellplaetze.
Entlang der Weser gibt es alle paar Kilometer riesige Campingplaetze und/oder Wohnmobilstellplaetze, wo hunderte „Jogurtbecher“ = Plastikbomber Backe an Backe rumstehen. Die Wohnwagen (mit gepflegtem Gaertchen aussen rum versteht sich) stehen meist auf Dauercampingplaetzen („wir stehen schon 18 Jahre hier…“) und die Wohnmobile haeufen sich dort und auf eigens fuer sie erschaffenen Plaetzen. Alle gleich, weisser Klotz, Sat-Schuessel ausgefahren, Fahrraeder am Heck (zum auf Klo fahren), 1 Campingtisch, 2 Campingstuehle davor und ab und zu sieht man auch tatsaechlich die Bewohner der Kloetze unter freiem Himmel. Was machen die alle dort?!?!? Es war August und schoen Wetter, wir haben fast keine Leute zu dieser Invasion gesehen, keiner grillt, sitzt draussen, Kohle ohne Ende, nur um „im Gruenen“ fern zu sehen?
Ein paar schnuckelige Doerfer und Staedte gibt es entlang der Weser, so z.B. Estorf, Rinteln, Hameln oder natuerlich Hannoversch Muenden. So langsam schleicht sich der Herbst ein, morgens ist es durch die Flussnaehe meist nebelig.

Weser – Eder – Lahn – Rhein
Der Ederradweg hat uns sehr gut gefallen, sowohl am Fluss als auch am Edersee. In Runkel an der Lahn haben wir Mitte September noch mal ueber 30 Grad! Entlang des Rheins geht es nochmal fuer 3 Wochen nach Harpolingen in den Schwarzwald.

Europa_2012

Oesterreich 2012
Oberoesterreich, Niederoesterreich, Steiermark
Juni-Juli 2012
Salzburg – Wien – Gaenserndorf

Salzburg-Wien mussten wir mit dem Zug „beschleunigen“, damit wir es bis zum 30.06.2012 in Gaenserndorf zum Bike Revolution Sommerfest 2012 schaffen konnten.
Das Sommerfest war wie letztes Jahr voll gelungen und wir haben viele „alte“ Freunde wiedergetroffen und neue Freunde kennen gelernt. Die naechsten hochsommerlichen Tage verbrachten wir mit Thomas, Susi, Celine, Marlene, Elisabeth und Petra sowie Oma Irina und Opa Fritz, montierten unser neues Veltop Sonnen- und Regendach und revidierten die Trikes.
Wir verliessen Oesterreich entlang der nordoestlichen Grenze und fuehren via Hohenau nach Poysdorf, Laa an der Thaya und Hardegg in Reichtung Tschechien. Der Nationalpark Thayatal ist anstrengend zum radeln da sehr huegelig, doch wunderschoen gruen und urspruenglich.

Oktober 2012
Gaenserndorf – Semmering – Graz
24.10.2012, Aufbruch in Gaenserndorf mit den neuen Steintrikes Wild Ones. Und es ist kaaalt!
In der ersten Nacht weg von Gaenserndorf wurden wir wegen wild zeltens vom Foerster bei der Polizei angezeigt – die zeigten sich jedoch einsichtig und liessen uns bis zum morgen dort schlafen. Wir fuhren entlang des Triestingau Radweges und Eurovelo 9, spaeter entlang der Muerz und Mur zum Semmering (auf knapp 1’000m). Dicker Nebel und 4 Grad liessen uns nicht viel sehen. Entlang der Mur und mit sinkenden Temperaturen bis hin zum Schneefall radelten wir weiter nach Graz. Mit abgeforenen Haenden und Fuessen hatten wir Glueck, dass wir auf dem Camping Central in Graz einen beheizten Wohnwagen zum Zeltel-Preis angeboten bekamen – es gibt immer wieder „Engel“ in der Not.

Tschechien
Juli 2012
Suedmaehrische Region, Hochland, Mittelboehmen, Prag, Aussig

Am 11.07.2012 reisten wir ueber die gruene Grenze bei Felling/Hardegg nach Vranov in Tschechien ein. Der Fussweg nach Vranov war total zugewuchert und wir waren uns anfangs nicht sicher, ob wir diesen, auch noch bergauf, schaffen wuerden. Entgegenkommende Wanderinnen machten uns Mut, nur 1km, dann kommt die Strasse. Mit unseren Steintrikes war es dann wirklich kein Problem, die Vehikel sind einfach ueberall zu gebrauchen.
Die Region Vranovsko Podyji http://www.vranov-region.cz ist sehr hueglig aber auch sehr schoen, ueberall sind Schloesser und Burgen zu bewundern, dichte Waelder wechseln sich mit Getreidefeldern ab. In Bitov legten wir einen Ruhetag am Stausee auf dem schoenen Camp Bitov ein. http://www.camp-bitov.cz/de/

Trotz widrigem Wetters (um 15 Grad, immer wieder Regen) und vielen Hoehenmetern gefaellt uns Tschechien wirklich gut. Viele Waelder, Wiesen und Felder, Seen, ruhige Strassen, nette Menschen und guenstiges, leckeres Essen mit beruehmtem Bier, das macht Tschechien zum reinsten Radlerparadies. Ausserdem fanden wir ueberall problemlos schoene Plaetze zum wild zelten. Das ist fuer unser begrenztes Budget gerade in Europa ziemlich wichtig. Allerdings gehoeren die Tschechischen Autofahrer nicht zu den Besten…
Wir folgten so ungefaehr dem „Greenway Wien-Prag“, doch Igels neues GPS hatte auch immer wieder ein paar nette und nicht so tolle Abkuerzungen fuer uns parat. Auszug aus dem Tagebuch: „Igel hat wieder mal ne tolle „wir-sparen-500m-brauchen-aber-eine-Stunde-laenger-und-matschen-uns-total-ein“ Abkuerzung in seinem GPS… Zuerst gehts noch bergab, mitten im Wald jedoch ist es eben, dann bergauf und genau dort haben Traktoren die Strasse in ein Schlammbad verwandelt, juppidu, nur ruhig bleiben…“

Radeln in Prag im Juli, naja, falls man vor lauter Touris noch eine Strasse findet… Uns war es nach 2 Wochen laendlicher Idylle einfach zu viel, ueber Kopfsteinpflaster, auf und ab, 15% Steigung keine Seltenheit, wir radelten gleich weiter zum netten Camping http://www.campdzban.eu/ wo wir unser Zelt fuer ein paar Tage aufstellten und waehrend dem schlechten Wetter vom Wifi profitierten.

Prag – Kralupy – Melnik – Roudnice – Litomerice – Usti – Decin
In Kralupy gehen wir in den Penny Markt. Dort gibt es palettenweise Patagonische Birnen (!!!) zu einem unglaublich billigen Preis. Kein Wunder, denn sie kauft keiner. In Tschechien reifen naemlich gerade Tausende Apfel- und Birmenbaeume entlang aller Landstrassen, man kann sich ueberall gratis satt essen und das Zeugs vom Boden auflesen. Liebe Ein- und Verkaeufer, bitte vor dem Handeln das Hirn einschalten!! Patagonische Birnen fuer Tschechien in der Birnensaison. Ihr haettet Euch lieber die halben Transportkosten gespart und die Birnen gratis nach Afrika gebracht. Dort wuerden die Birnen wahrscheinlich gegessen und muessten nicht nach einem Transport um die halbe Welt auch noch ungebraucht entsorgt werden.

Die Tschechen sind uns sympatisch. Laut Wikipedia sind rund 59% konfessionslos!! Sie radeln gerne, moegen Hunde und lieben gutes Bier – so wie wir!
http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien#Religionen

Nebocady/Decin: Camping Hotel Formule, http://www.hotelformule.cz
empfehlenswerter Camping mit Schwimmbad & Wifi

Slowenien
November 2012
Sentilj – Maribor – Slovenska Bistrica – Celje – Trojane – Ljubljana – Logatec – Lipica

Kaaalt!! In der Frueh minus 1 Grad, sonst meistens zwischen 5 und 11 Grad. Dazu Regen und Wind, kein optimales Radelwetter. Doch Slowenien ist huebsch anzusehen, bei schoenem Wetter mit Sicherheit noch viel huebscher. Wir haben Schwierigkeiten ueberdachte Zeltplaetze zu finden, denn wenn das Zelt nun nachts nass wird haben wir keine Chance, es am morgen wieder trocken zu bekommen. Regen, Nebel, kalte Temperaturen, auch kein wirklich gutes Zeltwetter.
In Ljubljana fanden wir im Hostel Aladin http://www.aladin-hostel.com/ Unterschlupf vor schlechtem Wetter und genossen dort einen freundlichen Weltreiserabatt. Radler und Segel-Fans willkommen!

Gefallen hat uns in Slowenien, dass die Menschen bei jedem Wetter, ob Regen oder bitter kalt, draussen vor den Cafes sitzen, guenstigen Kaffee oder Capuccino trinken (90 cent – 1,30 Euro) und miteinander quatschen.
Die Gegend um Sezana/Lipica ist recht huebsch. Dort verliessen wir Slowenien in Richtung Italien.

Italien
November 2012
Friaul-Julisch Venetien – Venetien – Lombardei – Ligurien
Triest – Venedig – Padova – Verona – Genua – Savona – Albenga – San Remo

Die Grenze Slowenien/Italien ueberquerten wir unbemerkt, irgendwo nach Lipica waren wir ploetzlich in Italien. In Opicina trafen wir zuerst aufs Mittelmeer, dann fuhren wir hinab nach Triest. 18 Grad erwarteten uns dort, prima! Die erste Nacht wurden wir gleich von den Carabinieris beim wild zelten erwischt. Ueberhaupt sollte sich Italien ausserhalb der Saison als schwierig entpuppen beim finden von Schlafplaetzen. Wir zelteten mal versteckt auf verwahrlostem Militaergelaende, unter einem kleinen Dach einer Tankstelle, im Werkzeugschuppen eines Pfarrers, im Festzelt eines Sportclubs, auf Wohnmobil Parkplaetzen, im Lieferantenausgang vom Lidl und viele spannende Plaetze mehr. Die Campingplaetze sind praktisch alle geschlossen, wenn wir mal einen offenen fanden, dann wollten die keine Hunde haben. Hotels (wenn ueberhaupt offen…) wollten mindestens 50 Euros haben, ja aber die Hunde…
Das Wetter meinte es anfangs auch nicht gut mit uns. Noch vor Venedig regnete es ziemlich und es stuermte heftig, ueberall war Hochwasser, Venedig selbst besuchten wir nicht, da es halb unter Wasser stehen sollte. In der Po-Ebene hatten wir mit Ausnahme von Verona gemischt herbstliches Wetter mit Nebel, Regen und kuehlen bis kalten Temperaturen. Schlechtes Wetter und muehsame Schlafplatzsuche stellten unseren Reisewillen ganz schoen auf die Probe.
Ab Genua dann verbesserte sich unsere Situation. Zumindest Wetter-technisch. Sonne, Wolken, teilweise bis 20 Grad tagsueber, na so macht radeln doch Spass. Doch abends (welches in dieser Jahreszeit immer frueher kommt) verlangte uns die Schlafplatzsuche wieder alles ab.

Vom Ruhm in die Gosse
Wir fuehlten uns ein bisschen wie „vom Ruhm in die Gosse“. Tagsueber applaudierten die Leute, Daumen hoch, wie toll, was ihr macht, herzlich willkommen, Foto hier, Interview dort, usw. Doch nachmittags, wenn wir nach Schlafplaetzen suchten, nur Absagen. Nein, hier geht das nicht, zelten ist hier verboten, Hotels nehmen keine Hunde, geschlossen, schaut Euch mal wo anders um, da gibt’s sicher was… „komm bitte nicht zu mir!!“ Dieses Lied von „Ganz schoen feist“ kam uns taeglich in den Sinn. http://www.youtube.com/watch?v=DmxZgLzxbWg
Wir duschten ca. 1 mal pro Woche und versteckten uns fast jede Nacht…
In Verona fanden wir unser erstes Bett (und die erste Dusche) in Italien. In der Jugendherberge durften wir sogar die Hundis mit ins Zimmer nehmen und so konnten wir, sogar bei Sonnenschein, einen Tag lang die sehr huebsche Stadt besichtigen. Mehr als 2 Naechte wollten wir dann auch nicht bleiben, 20 Euro pro Nacht und Person sind doch recht viel fuer unser Budget.

Erst 7 Tage spaeter fanden wir in Albenga einen geoeffneten Zeltplatz mit hundefreundlichen Besitzern. http://www.agricampeggiocademiche.it/ Bei der Familie Negro Giuseppe wurden wir wie Freunde behandelt und wir durften im schlimmsten Wetter unter einem extra „Zelt“ zelten. Das kam uns sehr gelegen, denn in Albenga hatten 4 Tage am Stueck „Land unter“ – 24h Regen und Sturm.
Ueber San Remo verliessen wir Italien in Richtung Frankreich und Monaco.

Monaco & Frankreich & Schweiz
Provence-Alpes-Côte d’Azur, Rhone-Alpes, Monaco und Schweiz
Dezember 2012 – Maerz 2013

Am 3. Dezember fuhren wir bei Menton ueber die „Grenze“. Entlang der Cote d’Azur zu radeln ist bei schoenem Wetter herrlich, doch auch hier in Frankreich hatten wir grosse Probleme, abends einen Platz fuer unser Zelt zu finden. Geschlossen, verboten oder fuer viel Geld im Hotel, alles Auskuenfte, die wir nicht gerne hoeren.
Wir fuhren durch Menton, Monaco, Nizza, Antibes, Cannes, Saint Raphael, Frejus, Sainte Maxime und Port Grimaud.

10.12.2012 – 10.03.2013
Wir machten eine Winterpause in La Londe-les-Maures in der Naehe von Toulon. Unter anderem haben wir begonnen, Rambo beim schreiben seines ersten Buches zu helfen.

11.03.2013 Abfahrt La Londe
Rocbarron, Esparron, Les Mees, Sisteron, Grenoble, Sainte Helene-sur-Isere, Sevrier am Lac d’Annecy, Genf, Rolle, Prahins, Ins, Solothurn – Harpolingen DE 27.03.2013

Suedlich der Alpen war das Wetter anfangs noch angenehm. Doch bei Sisteron kamen wir in einen violenten, kalten Mistral. Windgeschwindigkeiten um die 60 km/h und in Boen mehr liessen uns kaum vorwaerts kommen. Von Sisteron aus nahmen wir aus diesem Grund den Zug bis nach Grenoble. Auf der Alpennordseite dann war das Wetter deutlich schlechter. Jeden Tag wurde es kaelter.

Wir besuchten unseren Sponsoren Veltop in Sevrier und blieben dort eine knappe Woche am Lac d’Annecy. Stephane und Rose-Marie Delery nahmen uns herzlich in ihre Familie auf und wir hatten eine tolle Zeit mit ihnen, Brice und Theo. Von Sevrier aus machte Paola einen „Abstecher“ per Zug nach Baar in der Schweiz um am Casting dieses Projektes teilzunehmen: http://50.hapimag.com/specials/radfahrer/
Danke auch dem Hotel http://www.hotel-residel.com am Lac d’Annecy, welches uns einen freundlichen Weltreiserabatt gewaehrt hat.

Die Reise ging weiter durch Regen, Schnee und eiskaltem Wind durch die Schweiz. Es war wieder mal nicht leicht, jeden Abend einen geschuetzten Platz fuer unser Zelt zu finden, doch wir wollten an Ostern bei Igels Eltern in Harpolingen sein, so kaempften wir uns taeglich fleissig durch das schlechte Wetter. Am Gruendonnerstag kamen wir dort erleichtert an, am Karfreitag war draussen wieder alles tief weiss verschneit – kein Wetter fuer uns.

Europa_2013

Deutschland 2013
April-Juli 2013

21.04. – 14.05.2013 – kleine Deutschland-Runde:
Harpolingen-Kehl-Germersheim-Frankfurt-Nidderau-Rimbach-Heidelberg-Heilbronn-Ulm-Randen-Harpolingen

Spezialradmesse Germersheim, 27./28. April 2013, http://www.spezialradmesse.de/
wir waren bei Bike Revolution-Steintrikes & Veltop anzutreffen

1. Mai 2013, Start der 6. Welttour von Team Randy Westphal: http://www.randolph-westphal.de/
Wir lernten endlich mal Randy, Nanook und Chinook „in echt“ kennen. Was fuer ein tolles Team, wir wuenschen Ihnen nur das Beste und tolle Erlebnisse fuer die kommende Tour.

15.05. – 12.07.2013 – Harpolingen, Vorbereitungen fuer:
Hapimag Europa Sternfahrt, August-September 2013, http://50.hapimag.com/specials/radfahrer/
anlaesslich des 50sten Geburtstages, wir fahren Tour 3 ab Budapest
Ende Mai 2013 hatten wir 2 Vorbereitungstage in Baar. Dann uebten wir viel mit der ganzen neuen Technik: iPhone, Windows 8, GoPro, Tracker und alles was dazu gehoert. Rambo & Caramba trainierten wir als Kameramann und -frau. Mitte Juni machten wir eine kurze Probetour an den Zuger See um das Equipment zu testen und noch ein wenig in Baar „nachzusitzen“
13.07.2013: Wir brechen auf in Richtung Budapest für Hapimag, davor machen wir noch einen kurzen Besuch in Serbien.

01.08.2013 – 24.09.2013 – Hapimag Tour Budapest – Baar

27.09.2013 – Harpolingen
Vorbereitungen für unsere Reise nach Süd-Ost-Asien!
Im November 2013 wollen wir nach Thailand fliegen und von dort aus Süd-Ost-Asien unsicher machen.

Hapimag

Hapimag Sternfahrt 1. August – 24. September 2013
anlässlich des 50. Geburtstages der Firma Hapimag AG.
Wir fuhren Tour 3 von Budapest (HU) nach Baar (CH) und besuchten 11 Hapimag Resorts und Stadt Residenzen.

Ungarn – Slowakei – Österreich – Deutschland – Schweiz
1’943km, 20’263 Höhenmeter

Die ganze Tour wurde hier dokumentiert:
http://50.hapimag.com/specials/radfahrer/

Budapest
1. bis 2. August

Wien
6. bis 7. August

Sonnleitn
15. bis 17. August

Bad Kleinkirchheim
19. bis 21. August

St. Michael
22. bis 24. August

Bad Gastein
26. bis 28. August

Salzburg
30. bis 31. August

Zell am See
2. bis 4. September

Saalbach
5. bis 7. September

Andeer
15. bis 17. September

Flims
18. bis 20. September

Baar
24. September

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Über grenzenlos2001

Igel & Paola, Rambo & Caramba auf dem Bike, Trike und im Bus um die Welt
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2 Antworten zu Europa 12-13

  1. Charminly schreibt:

    Ich bin beeindruckt von den vielen Radtouren, die Sie unternahmen! So viele Kilometer bei jedem Wetter! Wirklich beeindruckend!

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